23. Sep. 1999
Higgins will mit Solingen in die 1. Liga aufsteigen
Ex-VfLer bereut seinen Wechsel kein bisschen
Die Unkenrufe sind verstummt: Michael Hegemann bereut seinen Wechsel vom VfL Gladbeck zur SG Solingen kein bisschen. Er hat im dritten Jahr nach seinem Wechsel einen Stammplatz in der 2. Bundesliga. Und es sieht ganz so aus, als könnte er mit seinem Team in die 1. Liga aufsteigen.
„Wir haben in der Mannschaft eine Super-Mischung“, schwärmt Michael „Higgins“ Hegemann. Auf der einen Seite erfahrene Spieler wie Nils Lehmann, im letzten Jahr EM-Dritter mit der Nationalmannschaft. Auf der anderen Seite junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Mit seinen 22 Jahren zählt Hegemann selbst auch noch zu den Jüngeren im Team. „Und es bringt uns unheimlich weiter, dass wir mit den alten Hasen zusammentrainieren.“ Zu den alten Hasen gehört übrigens auch Tim Bauer, der ebenfalls mal für ein Jahr beim VfL Gladbeck in der Oberliga spielte.
Die Konkurrenz der gestandenen Spieler fürchtet Hegemann übrigens nicht. „Ich halte mich zwar nicht für ein überragendes Talent. Aber ich habe einen wirklich starken Willen und arbeite hart für meinen Erfolg.“ Außerdem, und dafür ist er dankbar: „Ich habe beim VfL als Jugendlicher eine hervorragende Ausbildung genossen.“ Direkte Folge davon: „Im Rückraum bin ich ein Allrounder, spiele sehr variabel.“
In Solingen sei er zwar gern, „obwohl ich nie dorthin umziehen würde. Dafür fühle ich mich in Gladbeck zu wohl.“ Das Umfeld bei der SG sei aber sehr familär, da der Handball am Wochenende das Top-Ereignis sei, „1500 Fans haben wir immer in der Halle. Wenn man das Spiel nicht gesehen hat, kann man abends in der Klingenstadt nicht mitreden. Da macht es einfach Spaß zu spielen.“ Unter den Fans entdeckt er übrigens immer wieder auch Gladbecker, „das freut mich dann ganz besonders.“
Pläne für die Zeit nach Solingen hat Hegemann noch nicht gemacht. „Natürlich ist es mein Ziel, in der 1. Liga zu spielen. Wenn ich das in Solingen nach dem Aufstieg kann, wäre mir das recht.“ Sein Vertrag läuft noch ein Jahr, dann will er weitersehen. „Im Ausland zu spielen, fände ich auch reizvoll. Ein Angebot hatte ich auch schon aus Frankreich.“ Und er weiß: Wenn die Karriere irgendwann ausklingt, vielleicht kehrt „Higgins“ nochmal zu seinem VfL zurück.
Quelle | WAZ Gladbeck (Thomas Sell)
07. Juni 1999
Weinhold spielt in Auswahl
B-Jugendhandballer Gordon Weinhold vom VfL Gladbeck erntete mit der Berufung in die Westfalen-Auswahl die Früchte harter Arbeit.
Weinhold startete mit dem Handballteam aus dem Kreis Recklinghausen aber auch bei der Ruhr-Olympiade. Es wurde mit je vier Mannschaften in vier Gruppen gespielt. In der eigenen Gruppe setzte sich das Team um Weinhold, der treibende Kraft seiner Mannschaft war, deutlich mit drei Siegen durch.
Weiter spielten dann nur die Sieger jeder Gruppe in einer neuen Gruppe. Hier verlor das Team Recklinghausen gegen Essen und Unna, die beide mit Vereinsmannschaften antraten. Im letzten Spiel gewann man gegen den Kreis Duisburg und sicherte sich so die Bronze-Medaille.
Schon Sonntag ging es für Gordon weiter. Er nahm mit der Bezirks-Auswahl an einem Sichtungslehrgang für die Westfalen-Auswahl teil und wurde von Trainer Hermann Wegener für den HV Westfalen gesichtet. Nach einem längeren Training und anschließenden Spiel konnte er den Coach überzeugen und schaffte den Sprung in das Westfalen-Team.
Mit diesem Kader nimmt der 15-jährige Ende Juli an einem Lehrgang in der Sportschule Kaiserau teil. Gordon Weinhold ist damit nach Michael Hegemann, Frank Schumann, Torsten Buch, Timo Marcinowski, Tim Deffte und Marcel Nichulski ein weiterer Spieler der Talentschmiede des VfL Gladbeck, der den Sprung geschafft hat.
Quelle | WAZ Gladbeck

