03. Sep. 2014
Hegemann will Schüler für den Handball gewinnen
Für Michael Hegemann hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Seit August absolviert der Gladbecker Handball-Profi, der seit Saisonbeginn für Tusem Essen in der Zweiten Liga spielt, ein Referendariat an einer Grundschule in Altenessen.
Einen Karriereplan, sagt Michael Hegemann, dessen Karriere einst in der Jugend des VfL Gladbeck begann, habe er nie gehabt. „Ich bin ehrlich gesagt kein Freund von langfristigen Plänen“, so der 37-jährige Profi, der seit Saisonbeginn für Tusem Essen in der Zweiten Handball-Bundesliga aktiv ist. Für eine Saison hat Hegemann in Essen unterschrieben? Ob’s ihn danach wohl wieder zu seinem Heimatverein zieht?
Hegemann: „Ich bin der Meinung, dass es im Sport so viele Unwägbarkeiten gibt, die eine lange Planung unmöglich machen.“ Aktuell wolle er einfach eine gute Saison spielen und sein Referendariat – seit August arbeitet er an einer Grundschule in Altenessen – absolvieren. „Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich mir dann Gedanken machen wie es weitergehen soll“, sagt der ehemalige Nationalspieler in einem Interview, das jetzt auf der Homepage von Tusem Essen veröffentlicht worden ist.
Für einen Wechsel vom Bergischen HC zum Tusem hat sich Michael Hegemann entschieden, weil er an der Margarethenhöhe Leistungssport und seine Ausbildung zum Lehrer anders als Vereinen in der Eliteliga miteinander verbinden kann. Eine unbekannte Situation für den Rückraumspieler, der von einer „neuen Herausforderung“ spricht. „Ich bin nun mal in einem Alter“, so Hegemann, „wo das Karriereende näher kommt und man sich auf die Zeit danach vorbereiten sollte. Ganz ohne Handball möchte ich aber noch nicht sein, deshalb bin ich dem Tusem sehr dankbar, beides miteinander verknüpfen zu dürfen.“
Als Handballer hat Michael Hegemann alles erlebt. Er gehörte zum Kader der Mannschaft, die 2007 Weltmeister wurde und er spielte für den VfL Gummersbach, den TBV Lemgo, GWD Minden, die HSG Düsseldorf und den Bergischen HC in der „stärksten Liga der Welt“. Geplant – siehe oben – war das so alles natürlich nicht. Als Junge nämlich spielte Hegemann zunächst einmal knapp eineinhalb Jahre Fußball. Zwölf war er damals – und fand irgendwann keinen Gefallen mehr am Kicken. Ein Schulfreund nahm ihn mit zum Handball und zum VfL Gladbeck. Dort entdeckte er die Leidenschaft für „seinen“ Sport.
Die er künftig auch Schülern vermitteln will, wie er in dem Interview betont. „Ich hoffe natürlich sehr, dass ich einige Kinder für den Handball begeistern kann“, sagt Hegemann. Ihm sei es aber noch wichtiger, viele Kinder, unabhängig von der Sportart, für Sport zu begeistern. Der Ex-Vfler: „Sport im Allgemeinen bietet einen großen Raum, um Erfahrungen für das spätere Leben sammeln zu können. Kinder können Dinge ausprobieren und erfahren unmittelbar die Konsequenzen ihres Verhaltens.“ Dies sei eine gute Schule für das spätere Leben.
Quelle | www.derwesten.de (Thomas Dieckhoff)
23. Juli 2014
Des Tusems neuer Häuptling
Michael Hegemann, Weltmeister von 2007, bringt die Erfahrung als Führungsspieler aus mehr als 20 Jahren Handball mit. Bodenständig und heimatverbunden.
Michael Hegemann hat schon einiges im Handball erlebt. Für den 37-Jährigen schließt sich nun der Kreis. Was beim VfL Gladbeck als Jugendspieler begann, endet nun beim Zweitligisten Tusem.
VfL Gladbeck, das war damals für den auf einem Bauernhof aufgewachsenen Jungen aus Bottrop-Kirchhellen ein Glücksfall. „Dort gab es damals keine leistungsstarke A-Jugend-Mannschaft. Deshalb holte mich Trainer Siggi Busch nach der B-Jugend gleich in die Seniorenmannschaft“, erinnert sich Michael Hegemann.
Eine harte, eine gute Schule fürs (Handball-)Leben. Michael Hegemann, trotz seiner heutigen 1,93 Meter Körpergröße nicht das, was man flapsig als einen „Schrank“ bezeichnet, musste sich bei den Männern durchsetzen. „Ich musste mich behaupten“, sagt der 37-Jährige, der im Rückraum sowohl links wie auch in der Mitte spielen kann. Körperliche Unterlegenheit machte er damals wie später durch Technik, durch Schnelligkeit, durch ein gutes Auge wett. „Ich bin nicht der typische Shooter. Ich lebe mehr von meinem variablen Wurf, davon, Aktionen im Kopf vorzubereiten.“
Dabei vernachlässigte er keineswegs die Athletik. Mit Heiner Preute, dem Leichtathletik-Trainer des Lokalrivalen TV Gladbeck, absolvierte er viele Einheiten in der Vestischen Kampfbahn an der B224, einen Steinwurf vom Wasserschloss Wittringen entfernt. Und tut es weiter. „Ich arbeite noch heute so oft wie möglich mit ihm zusammen.“
Nationalmannschaftsdebüt 2004
Die Arbeit zahlte sich aus. Von Gladbeck führte Hegemanns Handball-Weg zur SG Solingen von Trainer Bob Hanning (heute Sportdirektor beim Deutschen Handball-Bund), später zur HSG Düsseldorf, VfL Gummersbach, TBV Lemgo, GWD Minden, wieder zur HSG Düsseldorf und zum Bergischen HC. Erste Adressen im deutschen Handball. Hegemanns Qualitäten blieben auch Heiner Brand nicht verborgen. Der Bundestrainer nominierte den damaligen Lemgoer, der zuvor schon bei der WM in Tunesien (2005) und der EM in der Schweiz (2006) für die WM 2007 nach. Die Konkurrenz in beispielsweise Pascal „Pommes“ Hens oder Michael „Mimi“ Kraus war stark. Zu stark. Michael Hegemann blieb bei der Heim-WM ohne eine Sekunde Spielzeit. Allein dabei gewesen zu sein, lässt im Rückblick Hegemanns Augen noch heute glänzen. „Wenn ich daran denke, wie wir von Gummersbach aus zum Finale nach Köln gefahren sind und die Straßen von jubelnden Menschen gesäumt waren, kriege ich immer noch eine Gänsehaut.“
Hegemann stand nach dem Finalsieg über Polen vor 19 000 Zuschauern in der Köln-Arena nicht in der ersten Reihe der deutschen Handball-Helden. „Meine Rolle war es, im Training da zu sein und die anderen zu fordern.“ Die Goldmedaille hat natürlich trotzdem Ehrenplatz bekommen. „Und ich gucke noch immer gerne drauf.“
Klassenerhalt mit dem BHC
In den Klubmannschaften war Michael Hegemann oftmals der verlängerte Arm des Trainers. Mit dem Bergischen HC schaffte er in der vergangenen Saison den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Ein Vertragsverlängerung stand bevor. Hegemann wollte aber Handball und sein zukünftiges Lehrer-Leben miterinander in Einklang bringen. Ein Karierreende war nie Thema. „Der Sport gibt mir immer noch eine Menge. Solche Emotionen bekommt man nirgendwo geboten.“ Körperlich haben die mehr als zwei Jahrzehnte Handball kaum Spuren hinterlassen. Von schlimmen Verletzungen blieb er verschont. „Ich kann morgens noch aus dem Bett steigen, ohne dass es weh tut“, flachst Michael Hegemann. Vom Bergischen HC bekam er zum Abschied einen Physiotherapie-Gutschein auf Lebenszeit, „weil ich in den letzten zwei Jahren nicht da war“. Eine vernünftige Einstellung („Ich bin kein Asket, trinke auch ein Bier, wenn die Zeit dafür gekommen ist“) und gute Ernährung („Als Kind habe ich viel Milch getrunken“) nennt der 37-Jährige als Gründe für seine Fitness.
Bei der Suche nach einem neuen Verein wurde der Tusem erste Wahl. „Die Nähe zur Heimat war ausschlaggebend“, sagt Hegemann, der mit einer Gladbeckerin verheiratet ist.
Grundschule in Altenessen
Der Tusem ist daher für den gestandenen, aber bodenständig gebliebenen Profi ein Glücksfall. Ab August wird „Hege“ nicht nur weiter seinen Lieblingssport auf hohem Niveau betreiben. Ab August wird der studierte Pädagoge auch seine Arbeit an einer Altenessener Grundschule aufnehmen.
Quelle | www.derwesten.de (Dietmar Mauer)
16. Juli 2014
Hegemann: Arbeitsreiche Tage mit Tusem Essen
Auf den Handball-Profi Michael Hegemann warten arbeitsreiche Tage. Der Gladbecker, der vom Bergischen HC zu Tusem Essen gewechselt ist, bezieht mit seinen neuen Teamkollegen u. a. Trainingslager in Esslingen und in Norwegen.
Handball-Zweitligist Tusem Essen nahm Anfang dieser Woche die Vorbereitungen auf die neue Saison auf. Mit dabei: der Gladbecker Michael Hegemann, der wie berichtet vom Erstligisten Bergischer HC an die Margarethenhöhe gewechselt ist. Auf den ehemaligen Spieler des VfL Gladbeck und seine neuen Teamkameraden wartet in den nächsten Tagen und Wochen ein äußerst anspruchsvolles Programm.
Vor allem in den ersten Wochen werden Hegemann & Co. an ihrer körperlichen Fitness arbeiten. Zudem geht es darum, die Zugänge zu integrieren. Am 23. Juli wartet auf das Team von Tusem Essen ein viertägiges Trainingslager in Esslingen. Dort nimmt die Mannschaft auch am Esslinger Marktplatzturnier teil. In Frisch Auf Göppingen und der SG BBM Bietigheim warten starke Gegner auf die Essener. Am 3. August findet die dritte Auflage des „Stadtwerke Essen-Cup“ am „Hallo“ statt.
Zwei Tage später startet der Tusem schließlich zum zweiten Trainingslager nach Norwegen. Dabei treffen Hegemann und die Essener anlässlich des Tynset Cups auf die beiden norwegischen Topklubs Elverum Elite und Haslum HK.
Quelle | www.derwesten.de
22. Mai 2014
Bergischer HC: Hegemann & Co. feiern Klassenerhalt
Der Bergische HC mit dem Gladbecker Michael Hegemann hat am 33. Spieltag der Handball-Bundesliga den Klassenerhalt perfekt gemacht und HBW Balingen-Weilstetten in die Zweitklassigkeit geschickt.
Bei Pokalsieger Füchse Berlin sicherten sich Hegemann & Co. durch ein 26:25 die entscheidenden Punkte. Das Team aus der Hauptstadt verabschiedete sich vier Tage nach dem Aus im Halbfinale um den EHF-Cup im letzten Bundesliga-Heimspiel der Saison mit einer Niederlage vom eigenen Publikum.
Die Löwen aus Solingen, die Hegemann wie berichtet nach der Saison in Richtung Essen verlassen wird, begannen engagiert und erarbeiteten sich Mitte der ersten Halbzeit einen Vorsprung von drei Toren. In der Schlussphase zeigte der BHC zwar Nerven, rettete den Vorsprung aber über die Zeit.
Quelle | www.derwesten.de
15. Mai 2014
Hegemann wechselt zu Tusem Essen
Der Gladbecker Handballprofi Michael Hegemann, der zurzeit noch für den abstiegsbedrohten Erstligisten Bergischer HC im Einsatz ist, wechselt zur Saison 2014/2015 zu Tusem Essen.
Am gestrigen Donnerstag gab der Zweitligist die Verpflichtung des ehemaligen Akteurs des VfL Gladbeck bekannt.
Hegemann sagte: „Ich freue mich sehr, bei einem Traditionsverein wie dem Tusem spielen zu dürfen. Die junge und ehrgeizige Tusem-Truppe halte ich für hochinteressant, das Potenzial ist sehr groß und ich bin mir meiner verantwortungsvollen Rolle bewusst. Wichtig wird es sein, dass wir in der Vorbereitung schnell zueinander finden und ein guter Teamgeist entsteht.“
Seine Handballkarriere startete der Weltmeister von 2007 beim VfL Gladbeck und blieb in seiner insgesamt 17-jährigen Bundesligakarriere immer in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt dreimal schaffte Michael Hegemann bereits den Aufstieg von der 2. in die 1. Bundesliga, zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Bergischen HC.
Insgesamt absolvierte der 57-fache Nationalspieler 253 Bundesligaspiele und erzielte dabei 670/90 Treffer, zudem spielte er mit Gummersbach und Lemgo im Europapokal.
Quelle | www.derwesten.de
21. Apr. 2014
Hegemann: Bergischer HC steckt tief im Abstiegssumpf
Der Bergische HC, bei dem der Gladbecker Handballprofi Michael Hegemann aktiv ist, muss nach dem 29. Spieltag der Ersten Bundesliga mehr denn je um den Klassenerhalt bangen.
Während nämlich Hegemann & Co. trotz einer guten Leistung bei der TSV Hannover-Burgdorf eine 28:29-Niederlage kassierten, gewann der HBW Balingen-Weilstetten das Kellerduell mit dem ThSV Eisenach mit 29:22.
Die Bergischen Löwen belegen mit nunmehr 17:41-Punkten weiterhin den ersten Nichtabstiegsplatz, der Vorsprung vor Balingen beträgt aber nur noch einen Punkt.
Quelle | www.derwesten.de
21. Dez. 2013
Zweimal muss Hegemann noch ran
Zweimal muss der für den Erstligisten Bergischer HC spielende Gladbecker Handball-Profi Michael Hegemann in diesem Jahr noch ran. Und beide Partien haben es in sich. Am Sonntag, 22. Dezember, tritt der Aufsteiger bei Champions-League-Sieger Hamburger SV an. Und am zweiten Feiertag kommt es in Solingen zum Derby gegen den VfL Gummersbach.
In beiden Partien dürfen sich die Bergischen Löwen um Hegemann, dessen Karriere einst beim VfL begann und der 2007 Weltmeister wurde, äußerst motivierte Gegner einstellen. Schließlich konnte Aufsteiger BHC in der Hinrunde sowohl den HSV sensationell als auch den Rivalen aus dem Bergischen Land bezwingen.
Vor dem Beginn der Meisterschaftsrunde hatte Hegemann spekuliert, dass es für den BHC um den Klassenerhalt gehen würde. Vier bis fünf Mannschaften, so schätzte der Routinier im Gespräch mit der WAZ, dürften die drei Plätze ausspielen, die am Saisonende den Abstieg beziehungsweise die Teilnahme an der Relegation bedeuten. „Ich hoffe, wir können drei Mannschaften hinter uns lassen“, so der Gladbecker. Das erscheint mittlerweile als äußerst wahrscheinlich, schließlich haben die Bergischen Löwen bereits 15 Punkte auf der Habenseite – und damit acht Zähler Vorsprung vor dem Drittletzten.
Quelle | WAZ Gladbeck (Thomas Dieckhoff)
25. Aug. 2013
Michael Hegemann geht in Kiel leer aus
Der Bergische HC mit dem Gladbecker Handball-Profi Michael Hegemann in seinen Reihen verlor am ersten Spieltag der Bundesliga beim amtierenden Deutschen Meister THW Kiel mit 24:34 (10:16). Hegemann glückte in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena ein Treffer.
Der Aufsteiger aus Solingen unterlag beim amtierenden Deutschen Meister THW Kiel deutlich mit 24:34 (10:16). Hegemann erzielte in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena einen Treffer.
BHC-Trainer Sebastian Hinze sagte: „Wir haben es leider nicht geschafft, aus der Partie das Maximum herauszuholen, da wir insgesamt zu wenig Druck in der Defensive aufbauen und zu ungeduldig in der Offensive agiert haben.“
Quelle | www.derwesten.de
29. Juli 2013
Talentschmiede startet wieder durch
Die Jugendhandball-Abteilung des VfL Gladbeck hat in der Vergangenheit schon einige Top-Spieler hervorgebracht. In der neuen Saison spielen die C-Jugend (in der Oberliga) und die B-Jugend (in der Landesliga) wieder relativ weit „oben“. B-Jugendakteur Moritz Schölich und Jugendleiter Sebastian Sprenger stellen die Abteilung vor.
„Handball“, sagt Moritz Schölich, B-Jugendspieler des VfL Gladbeck, „fasziniert mich, weil er ein abwechslungsreicher und schneller Sport ist und man mit der Zeit als Mannschaft zusammenwächst.“ Der VfL biete zudem die Möglichkeit, Zeit mit Bundesligaspielern zu verbringen oder gar von ihnen trainiert zu werden, so der 16-Jährige weiter. Die WAZ bat Schölich und Jugendleiter Sebastian Sprenger darum, die Nachwuchsabteilung des VfL einmal näher vorzustellen.
1 Wer kann eigentlich Handball spielen und in welchem Alter kann man damit anfangen?
„Jungen und Mädchen“, sagt Sprenger, „fangen bei uns im Alter von sechs Jahren in der F-Jugend an. Dort wird viel Wert auf Koordination, Ballgefühl und Spielspaß gelegt. Es gibt keine Saisonspiele, sondern sogenannte Spielfeste – kleine Turniere, bei denen ‘quer’ in einem Hallendrittel Handball nach vereinfachten Regeln gespielt wird; auf dem kleinen Feld spielen auch je immer nur vier Feldspieler und ein Torwart gegeneinander, so dass auch jeder den Ball bekommen und schnell erste Erfolgserlebnisse feiern kann.“ Für die spielfreien Kinder würden Kletterparcours und andere Aktivitäten angeboten. Natürlich gebe es auch immer wieder Kinder, die später kämen. Sprenger: „Zwischen sechs und zehn Jahren ist auf jeden Fall das beste Einsteigeralter, da hier die Lernentwicklung am besten ist.“
2 Wie oft soll oder muss man trainieren?
Die VfL-F-Jugend (6 – 8 Jahre) trainiert laut Sprenger einmal in der Woche, ab der E-Jugend (8 – 10 Jahre) wird zweimal wöchentlich trainiert und ab der C-Jugend (12-14 Jahre) wird mit dem Fördertraining eine weitere Einheit angeboten, in der die individuelle Förderung (z. B. Wurftechniken) im Fokus steht. „Ab der D-Jugend“, betont Sprenger, „wird das Mannschaftstraining mit zusätzlichen Laufeinheiten ergänzt. Wichtig ist uns, dass wir mit zunehmendem Alter immer neue Forderungen, aber damit auch neue Anreize bieten – eine E-Jugend-Kreismeisterschaft soll ja nicht den Karriere-Höhepunkt bilden!“
3 Wie viele Mitglieder hat die Jugendabteilung des VfL aktuell? Wie viele Mitglieder sind Mädchen, wie viele Jungs?
Die VfL-Jugendabteilung hat momentan etwa 140 Mitglieder (etwa 100 Jungen/40 Mädchen), die in sechs männlichen (2 x B-Jugend, 2 x C-Jugend, D-Jugend, E/1-Jugend), zwei weiblichen (C- und D-Mädchen) und zwei gemischten Mannschaften (E/2-Jugend und F-Jugend) nach den Sommerferien in die neue Saison gehen.
4 Wann und wo wird trainiert?
Das Jugendtraining, sagt Sebastian Sprenger, findet in der gesamten Woche nachmittags in der Sporthalle am Riesener Gymnasium statt. „Leider“, so der VfL-Jugendleiter, „waren die Trainingszeiten zuletzt durch den doppelten Abi-Jahrgang und das aufgepustete Nachmittagsprogramm der Schule sehr eingeschränkt und nur aufgrund der großen Flexibilität der Spieler-/innen und Trainer aufrecht zu erhalten. An Tagen, in denen wir erst ab 18 Uhr in die Halle kommen, können wir kein Training für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren anbieten. Damit wird uns die Grundlage für eine erfolgreiche Jugendarbeit genommen. Ich hoffe, dass wir nach den Sommerferien wieder zu den „normalen“ Zeiten zwischen 16 und 20 Uhr trainieren können!“
5 Können Anfänger einfach vorbeischauen?
Zum F-Jugend –Training freitags um 16 Uhr können laut Sebastian Sprenger alle interessierten Jungen und Mädchen zwischen sechs und acht Jahren vorbeikommen. „Zeitgleich“, so der Jugendleiter des VfL, „hatte zuletzt auch unsere E-Jugend trainiert, so dass viele Interessierte den Freitag als Schnuppertag genutzt hatten.“
6 Gibt es außersportliche Aktivitäten wie Ferienfreizeiten oder ähnliches?
Die gibt es, wie der B-Jugendliche Moritz Schölich begeistert berichtet. Er erwähnt den traditionellen Ausflug zum Dümmer See und die Saison-Abschlussfeier mit Kegeln und Abendessen sowie das sogenannte Wintergrillen. „Der VfL“, sagt das Talent, „ist ein Verein, der sich sehr bemüht, die Jugend bei der Stange zu halten.“
7 Gibt es sportliche Aushängeschilder oder außergewöhnliche Erfolge, auf die die Abteilung stolz ist?
„Das Idol jedes Gladbecker Handballers“, sagt Sprenger, „dürfte natürlich Bundesligaspieler und Handballweltmeister Michael Hegemann sein. Aber auch weitere Jugendspieler wie Frank Schumann haben den Sprung in den Profisport geschafft. Außergewöhnlich am VfL Gladbeck ist der große Anteil an eigenen Spielern aus der Jugend, die in der 1. Mannschaft in der Dritten Bundesliga spielen.“ Der Jugendleiter erwähnt als Erfolge die Saison in der A-Jugend-Regionalliga, ferner die Spiele der einstigen B-Jugend um Westdeutsche und Westfalenmeisterschaft. „Mit dem Erreichen der B-Jugend-Landesliga und vor allem der C-Jugend-Oberliga können wir auch aktuell wieder an diese Erfolge anknüpfen, die zeigen, dass sich wieder etwas im Gladbecker Jugendhandball bewegt“, so Sprenger.
8 Wer sind die Ansprechpartner, wo kann man sich informieren?
Ansprechpartner ist das Trainer-Team: Die Kontakte und weiter Informationen gibt’s über die Homepage unter www.vflgladbeck.de/juhandball oder in der VfL-Geschäftsstelle (Tel. 22282).
Quelle | www.derwesten.de (Thomas Dieckhoff)
05. Juni 2013
Michael Hegemann kehrt in die Handball-Bundesliga zurück
Gegen die SG BBM Bietigheim muss er am Samstagabend noch einmal in der Zweiten Bundesliga ran. Danach kehrt Michael Hegemann ins deutsche Handball-Oberhaus zurück. Der Bergische HC, für den der 36-jährige Gladbecker Rückraumakteur seit Beginn der Saison 2012/2013 aktiv ist, steht nämlich schon seit einiger Zeit als Aufsteiger fest.
„Ich habe gemerkt, dass ich mich in einer guten Verfassung befinde und das Pensum mitgehen kann“, so Hegemann, für den momentan 221 Einsätze in der Ersten Bundesliga zu Buche stehen, gegenüber der WAZ. In der nun zu Ende gehenden Spielzeit verpasste er keine einzige Partie, was der Gladbecker übrigens auch auf seine Zusammenarbeit mit Heiner Preute, dem Leichtathletik-Trainer des TV Gladbeck, zurückführt: „Wir sind im ständigen Austausch, Heiner gibt mir immer gute Trainingstipps.“
So war nach einigem Nachdenken die Frage, wie es weitergeht mit seiner beruflichen Karriere, beantwortet – und zwar pro Profihandball, pro Bergischer HC. Hegemann fühlt sich in Solingen, wo er vor 13 Jahren bereits mit dem Vorläuferverein der Löwen den Aufstieg in die Erste Liga feierte, nun einmal wohl. Der VfL Gladbeck, Heimatverein des Rückraumspielers, muss auf die Rückkehr seines „verlorenen Sohnes“ also weiter warten. „Ja, genau“, so der Weltmeister von 2007 lachend.
Dass er dem VfL nach wie vor verbunden ist, wissen die Anhänger des Drittligisten nur allzu genau. Schließlich ist Michael Hegemann, wann immer es „sein“ Spielplan erlaubt, bei Partien in der Riesener-Halle als nicht-teilnehmender, Daumen drückender Beobachter zu Gast. Und anschließend plaudert er stets noch gerne mit Freunden und alten Bekannten.
Demnächst werden sich diese Gespräche auch wieder um Erstliga-Handball drehen, um den Abstiegskampf vermutlich. „Wie jedes Jahr“, sagt Hegemann, „wird es für uns um den Klassenerhalt gehen.“ Vier bis fünf Teams, so schätzt der Routinier, dürften die drei Plätze ausspielen, die am Saisonende den Abstieg beziehungsweise die Teilnahme an der Relegation bedeuten. „Ich hoffe, wir können drei Mannschaften hinter uns lassen“, so der Gladbecker. Trumpf des Bergischen HC sei es, mit einer eingespielten Formation ins Punkterennen zu gehen.

